29. Januar 2025
Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein.
Während Mandeln und Nüsse teurer werden, bleiben die Speiseöle preislich stabil.
Mandeln
In den ersten fünf Monaten der neuen Ernte wurde aus Kalifornien gleich viel Menge verschifft wie im Jahr zuvor. Die verheerenden Bände in Los Angeles verdeutlichen einmal mehr die ändernden Wetterverhältnisse in Kalifornien. Wo Brände früher selten waren, treten diese heute immer häufiger auf. Im Central Valley kennt man sich mit Trockenheit und Dürre aus. Glücklicherweise hat sich die Wasserknappheit in den letzten zwei Jahren etwas verringert und aktuell sind die Stauseen gut gefüllt und übertreffen sogar die historischen Durchschnittswerte für diese Jahreszeit. Mittlerweile ist klar, dass die Ernte 2024 die Prognose nicht überschreiten wird. Die Erntemenge wird sich auf ca. 1.2 Mia. Tonnen belaufen.
Baumnusskerne
Aufgrund der Warenanlieferungen seit der aktuellen Ernte wird davon ausgegangen, dass die diesjährige Menge sich auf ca. 607'000 Tonnen belaufen wird. Das wäre ein Rückgang von ca. 26 % gegenüber der letztjährigen Ernte. In Anbetracht der Tatsache, dass die letztjährigen Lieferungen der Industrie vom 1. Januar bis zum Ende der Saison insgesamt etwa 517’000 Tonnen betrugen, reichen die derzeitigen Vorräte nicht aus, um in diesem Jahr ein ähnliches Liefervolumen zu erreichen.
Haselnusskerne
Im Jahr 2024 lagen die durchschnittlichen Einfuhrpreise in der EU auf einem Rekordhoch und übertrafen den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2023 um 20 %. Weiterhin bleibt die Türkei auf dem ersten Platz als Lieferant von Haselnüssen für die EU und konnte die Mengen auf 39'379 Tonnen erhöhen, was 17.4 % mehr als im Jahr 2023 ist. Die Lieferungen aus Georgien in die EU stagnieren und aus Aserbaidschan ist ein bedeutender Rückgang von 29 % zu verzeichnen. Die USA weitet ihre Produktion weiter aus und konnte in den letzten beiden Jahren erhebliche Marktanteile in der EU gewinnen. Die Europäische Union hat im Jahr 2024 56.5 % mehr Haselnüsse aus den USA importiert als noch im Jahr zuvor und so hat die USA mit 6'147 Tonnen nun ein ähnliches Niveau wie die Mengen (6636 Tonnen) aus Georgien erreicht. Es wird erwartet, dass sich der Trend mit Haselnüssen aus den USA weiter fortsetzt.
Speiseöle
Erdnussöl
Die diesjährige Vermarktungskampagne aus Afrika läuft nur sehr langsam an. Die Sammelstellen erhalten derzeit nur einen Bruchteil der angestrebten Mengen. Der senegalesische Agrarminister schätzt die diesjährige Ernte als weniger ertragreich ein als in den Vorjahren. Als Ursache für diesen starken Produktionsrückgang werden Überschwemmungen, mangelnde Betriebsmittel und unregelmässige Regenzeiten genannt. Nach dem schlechten Produktionsjahr 2023/24 rechnen die Fachleute mit einer weltweiten Produktionssteigerung für Erdnussöl für 2024/25 von rund 3.4 % gegenüber dem Vorjahr. Tendenz stabil.
Sonnenblumenöl/Sonnenblumenöl HO
Die diesjährige weltweite Sonnenblumensaaternte wird gemäss Erwartungen mengenmässig ca. 10 % unter dem Vorjahr liegen. In der Ukraine sowie in Russland wird mit deutlichem Produktionsrückgang gerechnet. Die Lagerbestände dürften weitgehend aufgebraucht sein. Tendenz stabil bis steigend.
Rapsöl
Die Schätzungen der Ernteergebnisse gehen davon aus, dass sich die Produktion von Rapssaat in der EU-27 wieder erholen sollte. Es wird sowohl mit einer Flächen- als auch mit einer Ertragssteigerung gerechnet. Die Wetterbedingungen in den Haupt-Rapsanbaugebieten Westeuropas erwiesen sich als positiv. Die Bedingungen für die Keimung in Gebieten Osteuropas waren jedoch weiterhin aufgrund von sehr trockenen oberen Bodenschichten schlecht. Tendenz stabil.
Kakao
Die Situation beim Kakao hat sich leider noch nicht beruhigt. Die Preise verharren immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Die Gründe sind bekannt, mit schlechteren Ernteerträgen (infolge Schädlingsbefalls und schlechten Wetterbedingungen) in den Hauptanbauländern Elfenbeinküste und Ghana. Preiserhöhungen bei den Couverturen und kakaohaltigen Halbfabrikaten anfangs 2025 wurden umgesetzt. Die Preiserhöhungen können nach Produkt (z.B. nach Herkunft Kakaobohne, Kakaoanteil) unterschiedlich hoch sein.
Eiprodukte, EU
Der Saisonhöhepunkt wurde mit Weihnachten erreicht und eine erste Entspannung auf dem Eiermarkt ist spürbar, was sich teilweise bereits in den leicht sinkenden Preisen widerspiegelt. Jedoch ist die Verfügbarkeit immer noch knapp und die Situation rund um die Vogelgrippe angespannt. Der Winter ist noch nicht überstanden. Zudem steht mit Ostern der zweite saisonale Peak an. Nach Ostern, gegen den Sommer, ist mit einer generellen Entspannung zu rechnen.
Preistendenzen 02/25
Neue Deklarationsvorschriften
Aufgrund der kommenden Knappheit von Sonnenblumenöl hat der Bundesrat entschieden, bis Ende 2023 die Deklarationsvorschriften von Zutaten zu lockern, damit Öl-Alternativen flexibel deklariert werden können.
Unser Qualitätssicherungsteam ist bei Fragen für Sie da:
+41 41 289 86 99